Ein Tag im Taxi Dresden

von Dienstbeginn bis Dienstschluss

10:00 Uhr war heute Arbeitsbeginn und direkt nachdem ich den Key im Taxameter geladen habe und die COM4CAB App auf dem Diensthandy, mit meinen Login Daten im Datenfunk bestätigte, wollte ich eigentlich zum Halteplatz fahren um dem Straßenverkehr nicht im Weg zu stehen.

Eine rote Ampel später hatte ich das Headset im Ohr und begrüßte meine Kollegen in der täglichen Konferenzschaltung. Wir nutzen unsere Flatrates solange die Leitung hält. Bei mir sind’s täglich etwa 400 Minuten. Das hilft orientieren und man ist nicht allein, auch wenn man mal nichts zu erzählen hat.

Direkt nach dem Hallo war ich auch schon intern vermittelt. Ziel Spitzhaus, mehr kann ich hier nicht schreiben sonst schimpft der Datenschutz. Am Spitzhaus noch kurz die Aussicht genießen und dann runter zum Halteplatz Geblerstraße. Da lagen zum Zeitpunkt 3 Vorbestellungen und der Platz war unbesetzt. Ja, wir Taxis können sehen wo Kollegen stehen und wo noch eins gebraucht wird.

Aussicht Spitzhaus Radebeul

Noch vor der ersten, der Vorbestellungen bekam ich eine Vermittlung die mich ins Krankenhaus DD Neustadt brachte.

Die Geriatrie ist mir bekannt und der Pfleger hatte wie immer eigentlich beste Laune. Die Rezeption, oder auch das Schwesternzimmer, übergab mir den Krankentransportschein und die Zimmernummer zum Patienten.

Die Patientin war fast fertig für die Heimtour. Ich nahm die Taschen und Sie Ihre Gehhilfen und wir schlurften über den ewig langen Gang bis raus ins Auto. Die Freude nach 10 Tagen wieder Heim zu kommen war für Sie riesig und mit 13 Kilometern wars bis Coswig ja auch fix erledigt. Nur die nervige Baustelle in Radebeul versaut einem hier ein wenig die Laune. Deswegen bin ich gleich zurück über Cossebaude. Da gab es auch die nächsten Vorbestellungen im System, aber die Baustelle in Niederwartha hat mich zu viele Minuten gekostet und so waren 2 Kollegen eher am Haltepunkt um sich dort bereit zu stellen. Ich bin nicht erst zum Haltepunkt am Bahnhof Cossebaude abgebogen. Ich hab mich bis zum Shell Rasthof Elbaue, zum Mittag treiben lassen.

Kein Raumruf bis dahin, aber 12:00 Uhr ist eben für alle Mittag. Die Kollegen im „Ohr“ waren am Flughafen und in Laubegast, also gabs auch keine Aussicht auf gemeinsames Mittag.

Allein und gestärkt ging es zum HP Kongress Center, dann zum Hauptbahnhof wo ich eigentlich auf den FlixBus aus Tegel warten wollte, heute gabs aber 38 Minuten Verspätung im Fahrplan und das führte zur Terminüberschneidung einer geplanten Krankenrückfahrt. Ich musste meine Vorbestellung an einen Kollegen abgegeben, fuhr zum Krankenhaus und dann weiter nach Glauchau bei Zwickau.

Taxi in Glauchau

2 Stunden später war ich flott zurück in Dresden. Gleich über Altstadt von der A4 zum Halteplatz Warthaer Straße. Ich bekam eine Abholung Krankenhaus Friedrichstadt über Raumruf. Es ging direkt von der Notaufnahme nach Dresden Laubegast. Ich blieb gleich in Laubegast am HP stehen und bekam Laufkundschaft nach Zschachwitz. Das war echt ne sehr lustige Truppe. Ich fuhr zum Bahnhof Niedersedlitz über den REWE Försterlingstraße. Ich gönnte mir ein Eis, was Süßes und ein Wasser. Kaum am HP hingestellt und eingebucht kam der Raumruf „Lockwitz“ und Hinweis 6,8km bis Kunde. Wir rechnen Luftlinie.

Schon gings für mich weiter nach Kreischa, die Vorlaufzeit der Vorbestellung verschaffte mir Zeit um die 9,2 km Anfahrt zu bewältigen. Weiter gings zum Hauptbahnhof. Das war ne lange Fahrt aber es war auch einer dieser Fahrgäste, wo von vorn herein die Chemie stimmte. Nach dem Ausladen bekam ich direkt vom Kollegen, auf bitten, eine interne Tour die mich sogar bis auf 2 km an meinen Parkplatz brachte.

Ich sag mal PUNKTLANDUNG! Das waren heute mal lockere 331 km von 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr inclusive Mittags- und Standpausen.

noch kurz etwas für Radio hörende Insider

Sollte die Moderatorin von Radio Energy diesen Blog lesen: Ich habe zwar keine 30 Aufträge in meinen 8h Arbeitszeit, kann mir aber eine Pause ganz legal an der Tankstelle leisten ohne mit der Rückkehrpflicht zu kollidieren und bekomme beim Job im Gegensatz zum Justin auch noch was vom schönen Sachsenlande zu sehen. Ach und mit der Mercedes E-Klasse Limousine bin ich auch noch modern und komfortabel unterwegs. Das musste ich jetzt einfach noch loswerden! 😉